Siem Reap – Sehenswürdigkeiten und Nightlife

Schrein der Prinzessinnen Preah Ang Chek und Preah Ang Chom

Schrein der Prinzessinnen Preah Ang Chek und Preah Ang Chom in Siem Reap

Märkte, Museen und Restaurants in Siem Reap

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Neben den weltberühmten Tempeln im nahe gelegenen Archäologischen Park Angkor haben Siem Reap und Umgebung noch weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten, darunter Märkte, Museen und Kunsthandwerksstätten. Tipps und ausführliche Berichte über Ausflüge zum Phnom Kulen sowie zu den schwimmenden Dörfern am Tonle Sap findet ihr auf separaten Seiten. Hier ein Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Siem Reap:

Das touristische Zentrum von Siem Reap bildet der Bereich um den Old Market (Phsar Chas), unmittelbar am Ufer des Siem Reap Flusses. Der Markt ist größtenteils überdacht und bietet ein buntes Sammelsurium an Lebensmitteln und anderen Produkten. Neben Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst werden im Old Market T-Shirts und Hosen, Souvenirs, Taschen, Uhren, Schmuck und Kunsthandwerk verkauft. Viele der angebotenen Waren stammen allerdings aus Indonesien, manche Produkte sind auch gefaked, so etwa der vermeintliche Kampot-Pfeffer für einen Dollar das Tütchen. Gegen 19 Uhr werden im Phsar Chas die Stände mit Fisch, Fleisch und anderen Frischwaren abgebaut, Souvenirläden haben länger geöffnet.

Pub Street, Siem Reap

Restaurant an der Pub Street in Siem Reap

In unmittelbarer Nähe des Old Market befindet sich die Pub Street mit zahlreichen, zum Teil sehr guten Restaurants (Khmer und internationale Küche) sowie trendigen Bars. Am Abend spielt sich das Leben in Siem Reap in der Pub Street und allen umliegenden Straßen ab. Touristen lassen sich in Fish Spas die Haut von den Füßen knabbern, entspannen bei einer Massage, genießen das Essen in einem der Restaurants oder ihren Cocktail bei einer Apsara-Tanzvorführung.

In und nahe Pub Street gibt es einige hervorragende Khmer-Restaurants, so beispielsweise das Khmer House (Fisch-Amok 3,50 Dollar) oder die Khmer Kitchen (Khmer Curry mit Tofu und Süßkartoffeln 4 Dollar, Bier 1 Dollar). Vom viel gelobten "Tigre du Papier", wo auch Pizzen serviert werden, waren wir von dem mehr als unfreundlichen Personal enttäuscht. Wer es exotisch mag, kann in der Pub Street auch Schlangen und Insekten essen. Freunde der vegetarischen Küche sind im Singing Tree Café willkommen. Übrigens: Getränke sind in der Pub Street mitunter preiswerter als im Supermarkt: Ein kleines Bier vom Fass ist in einigen Restaurants schon für einen halben Dollar zu haben.

Siem Reap Sehenswürdigkeiten: Angkor Night Market

Zu Siem Reaps Sehenswürdigkeiten zählen gleich mehrere Nachtmärkte. Unbedingt lohnenswert ist ein Bummel über den Angkor Night Market. Der Eingang befindet sich in einer Seitenstraße des Sivutha Boulewards vis-à-vis der Old Market Area. Das leuchtende Schild mit der Aufschrift "Night Market" ist am Abend nicht zu übersehen. Der eigentliche Angkor Night Market mit zum Teil sehr schönen und vergleichsweise preiswerten Kunsthandwerksprodukten beginnt unweit der Stände mit Billig- und Plastik-Waren. Besonders in der hinteren rechten Ecke des Marktes findet ihr schönes kambodschanisches Kunsthandwerk guter Qualität: Buddha-Figuren und Elefanten aus Holz und Stein, hölzernes Kinderspielzeug, selbstgenähte Stofftiere, Hängematten, jede Menge Patchwork-Taschen aus Papier, Wellness-Öle, Gewürze und mehr.

Auf dem Angkor Night Market herrscht eine entspannte und ruhige Atmosphäre. Kein Vergleich mit dem Trubel auf den meisten Nachtmärkten in Thailand. Wer sich massieren lassen möchte, sollte sich besser auf dem Nachtmarkt verwöhnen lassen statt in der quirligen Old Market Area jenseits des Sivutha Boulevards.

Kunsthandwerk – Artisans d'Angkor

Kunsthandwerk, Siem Reap, Kambodscha

In den Werkstätten der Artisans d'Angkor

In Siem Reap gibt es zahlreiche Kunsthandwerksbetriebe, die auch Workshops für Touristen anbieten. Besonders lohnenswert ist ein Besuch bei den Artisans d'Angkor. In der Hauptniederlassung des Betriebs in einer kleinen Seitenstraße nahe Old Market können sich Besucher kostenlos durch die Werkstätten für Holzschnitzerei, Lackmalerei oder Steinbildhauerei führen lassen und den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Bei den Artisans d'Angkor wird eifrig gefeilt, gehobelt und gehämmert – der Geruch von Lack hängt in der Luft. An den Wänden hängen Zeichnungen und Schablonen von Buddha-Figuren, in kleinen Regalen stehen halbfertige und fertige Produkte.

Der Verkauf findet im angrenzenden Showroom statt. Zu haben sind unter anderem Tischläufer, Blusen und Schals aus Seide, Lack-Schalen, -Tabletts und –Wandschmuck, Elefanten und Statuen aus Stein sowie Speckstein-Buddhas, letztere zu Preisen zwischen 49 und 68 US Dollar. Wer selbst einmal Hand anlegen möchte, kann in der Angkor Silk Farm an einem Workshop für Seidenweberei teilnehmen. Die Angkor Silk Farm befindet sich nicht auf dem Hauptgelände der Artisans d'Angkor, sondern einige Kilometer außerhalb von Siem Reaps Zentrum im Puok District. Geöffnet ist täglich von 8 bis 17.30 Uhr. Infos und Anmeldungen unter Tel. 063 555 57 68.

Gegründet haben sich die Artisans d'Angkor 1992, mit dem Ziel, jungen Leuten eine Ausbildung zu ermöglichen und das traditionelle Kunsthandwerk zu erhalten. Aktuell werden bei den Artisans d'Angkor 100 Handwerker ausgebildet. Der Betrieb beschäftigt insgesamt 1300 Mitarbeiter, darunter 900 Handwerker. Die Artisans d'Angkor verstehen sich als Integrationsprojekt und bilden mit einem Anteil von fünf Prozent auch Menschen mit Behinderung aus.

Königliche Gärten und Schrein der Schwesterngottheiten

Schrein Preah Ang Chek und Preah Ang Chom, Siem Reap

Schrein der Prinzessinnen Preah Ang Chek und Preah Ang Chom

Die Königlichen Gärten zählen zwar auch zu den Sehenswürdigkeiten von Siem Reap, doch sollten sich Besucher nicht allzu viel versprechen. Es handelt sich lediglich um einen Stadtplatz, auf dem ein Park angelegt ist. Am südlichen Ende des Platzes befindet sich der Schrein der Schwestergottheiten Preah Ang Chek und Preah Ang Chom, den mutmaßlichen Prinzessinnen von Angkor. Der Schrein beherbergt die Bronze-Skulpturen der beiden Schwestern und wird von vielen Einheimischen aufgesucht. Wer den Schrein betreten möchte, sollte ein Bündel Geldscheine oder Münzen in der Tasche haben, da Spenden von den anwesenden Mönchen, Nonnen und Musikern regelrecht erwartet werden.

Die Königlichen Gärten liegen vis-à-vis des noch aus der Kolonialzeit stammenden Raffles Grand Hotels d'Angkor *. Dem Grand Hotel in Siem Reap haftet nach wie vor der Charme alter Zeiten an. Möbel aus der Kolonialzeit finden sich nicht nur in den Gästezimmern, sondern auch auf Fluren, in den Restaurants und Bars. Die beliebte Elephant Bar schmücken gerahmte Bilder und Fotografien, alte Bücher und Möbel. In der Elephant Bar lässt sich in stilvoller Atmosphäre und mit Blick auf den riesigen Hotel-Pool ein gut gemixter Cocktail genießen (Preise um die 8 US Dollar plus 5 Prozent Service Charge).

Angkor National Museum in Siem Reap

Das Angkor National Museum, eine wichtige Sehenswürdigkeit in Siem Reap, liegt knapp zwei Kilometer außerhalb der Stadt. Im Museum gibt es antike Bildhauereikunst und Dokumentationsmaterial wie Videos über Kambodschas Geschichte zu sehen. Geöffnet ist täglich von 9 bis 12 Uhr. Eintritt: 12 US Dollar.

Cambodia Land Mine Museum

Das Landminen-Museum liegt außerhalb von Siem Reap, nur wenige Kilometer vom Tempel Banteay Srei entfernt. In dem von einem früheren Soldaten und Minenräumer eingerichteten Museum sind alte Landminen und Bomben ausgestellt. Der Eintritt beträgt 3 US Dollar (Kinder unter 12 Jahren frei). Geöffnet ist täglich von 7.30 bis 17.30 Uhr.

Siem Reap War Museum

Auch im Siem Reap War Museum sind die Schattenseiten der kambodschanischen Geschichte dokumentiert. Zu sehen gibt es alte Panzer, Geschosse, Bomben und andere Waffen. Das Kriesgmuseum liegt an der Airport Road, der Verbindungsstraße zwischen Flughafen und Stadtzentrum.

Wat Bo

Wat Bo befindet sich jenseits der Old Market Area auf der gegenüberliegenden Seite des Siem Reap Flusses in nördlicher Richtung. Der Tempel stammt aus dem 18. Jahrhundert, beherbergt einige alte Buddha-Statuen und ist eine der wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten in Siem Reap.

Apsara

Apsara-Relief, Angkor Wat

Relief in Angkor Wat mit Apsara Tänzerinnen

In beinahe jedem Tempel von Angkor finden sich Reliefs mit Abbildungen von Apsara-Tänzen. In der Angkor-Ära tanzten die Apsaras ausschließlich für Könige. Jede ihrer Finger- und Handbewegungen, jede ihrer Gesten und jeder Gesichtsausdruck hatte eine eigene symbolische Bedeutung. Unter den Roten Khmer war der Apsara Tanz so gut wie ausgestorben, erst in den nachfolgenden Jahrzehnten blühte die alte Tradition wieder auf. In Siem Reap werden beinahe jeden Abend Apsara Vorführungen geboten, in den Restaurants und Lokalen an der Pub Street, in den Hotels * der Stadt, im Apsara Theatre oder an anderen Veranstaltungsorten. Mit bereiften Armen, kunstvollem Kopfputz und in schmucken Gewändern führen die Tänzerinnen die alte Kunst des Apsara auf.

Ihre Ausbildung hat der Großteil der Tänzerinnen an der Königlichen Universität der Schönen Künste in Phnom Penh absolviert. Während der sechsjährigen Ausbildung wird hart trainiert, hunderte Bewegungen und Gesten müssen erlernt werden. Bis zur künstlerischen Reife bedarf es noch einer Reihe weiterer Trainingsjahre.

Apsara Tanz, Siem Reap

Apsara-Vorführung in Siem Reap

Empfehlenswert sind unter anderem die Apsara-Vorführungen im Raffles Grand Hotel * oder im Apsara Theatre an der Airport Road. In der Hauptreisezeit zwischen November und April ist es ratsam, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren (www.angkorvillage.com, Tel.: 063-96 35 61). Die Vorführungen im Apsara Theatre inklusive Khmer Dinner gehen täglich von 19.30 bis 21.30 Uhr über die Bühne.

Wer Touristenmassen und einer Massenabfertigung aus dem Weg gehen will, sollte die Apsara-Vorführungen im Angkor Mondiale unweit des Alten Marktes meiden. Der Eintrittspreis von 12 US Dollar inklusive einem reichhaltigen Buffet ist zwar moderat, doch müssen Gäste, die erst kurz vor Showbeginn um 19.30 Uhr kommen, für das Essen Schlange stehen. Wer hingegen schon um 18 Uhr da ist, hat noch gute Chancen, sich an einem separaten Strand eine Suppe nach Wunsch zubereiten zu lassen und vom Crispy Chicken und Fisch süß-sauer etwas abzubekommen. Die Show selbst dauert eine gute Stunde. Neben Apsara Tänzen wird auch Folklore aufgeführt. Tische für das Angkor Mondiale können über die meisten Hotels in Siem Reap * reserviert werden.

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mit Gudrun Brandenburg

  • Gudrun
  • Hi, ich bin Gudrun, Redakteurin, Anfang 50, lebe in Berlin, liebe Südostasien und schreibe für dich klick-kambodscha.de. In meinem Online-Reiseführer erfährst du alles, was du für deinen Kambodscha-Urlaub wissen musst. Ich wünsche dir eine tolle Reise! Schön, dass du hier bist!
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