Phnom Penh – Bedeutende Sehenswürdigkeiten

Phnom Penh - Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten

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Phnom Penh hat nicht allzu viele, doch einige überaus interessante und bedeutende Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ein Muss ist die Besichtigung des Royal Palace mit Silberpagode, des Nationalmuseums, des ehemaligen Gefängnisses und Verhörzentrums der Roten Khmer (S-21, heute Tuol Sleng Genocide Museum) und des "Killing Field" ( Choeung Ek Memorial). Für den Besuch der genannten vier Sehenswürdigkeiten sind mindestens zwei Tage einzuplanen (Tipps für Verkehrsmittel in Phnom Penh findet ihr am Ende der Seite).

Wer mehr Zeit in Kambodschas Hauptstadt verbringt, sollte zudem den Central Market (Phsar Thmey), Wat Phnom und das Unabhängigkeitsdenkmal besuchen. Am späten Nachmittag zum Sonnenuntergang empfiehlt sich überdies eine Bootstour über den Tonle Sap Fluss hinauf zum Mekong. Im Folgenden findet ihr Einzelheiten zu den genannten Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh:

Nationalmuseum (National Museum of Cambodia)

National Museum, Phnom Penh

National Museum in Phnom Penh

Das Nationalmuseum in Phnom Penh, ein imposanter rostroter Sandsteinbau, beherbergt mehr als 5000 Exponate. Darunter befinden sich zahlreiche Kunstgegenstände, archäologische Fundstücke und Statuen aus der Angkor-Ära, etwa die des Lepra-Königs aus Angkor Thom. Auch post-angkorianische Buddha-Statuen und –Figuren sind zu sehen. Das Nationalmuseum in Phnom Penh wurde 1918 eröffnet. Unter dem Regime der Roten Khmer und nach der Evakuierung der Stadt verwaiste das Museum. Gebäude und Hof waren überwuchert, das Dach war teilweise eingestürzt.

Das Nationalmuseum befindet sich beim Royal Palace (siehe unten) an der Straße 13 und 178. Geöffnet ist täglich von 8 bis 17 Uhr (letzter Eintritt um 16.30 Uhr). Gruppenführungen auf Khmer, Englisch, Französisch und Japanisch können am Eingang angemeldet werden und kosten 3 US Dollar pro Person/Stunde. Fotografieren ist in den Museumsräumen nicht gestattet.

Königspalast mit Silberpagode

Royal Palace, Phnom Penh

Royal Palace in Phnom Penh

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Phnom Penh dürfte die Residenz des Königs, der Royal Palace, sein. Das von einer gelb-weißen Mauer eingefasste Palastgelände umfasst neben verschiedenen Palastgebäuden die Silberpagode sowie einige weitere Pagoden, Statuen und Ausstellungsräume. Imposant sind die roten, mehrstufigen und mit goldenen Nagas (mythische Schlangen) verzierten Dächer der Palastgebäude.

Besuchermagnet im Royal Palace ist die im Jahr 1962 unter König Sihanouk errichtete Silberpagode. Ihren Namen erhielt sie von ihren insgesamt 5329, je 20 x 20 Zentimeter großen, silbernen Bodenfliesen. Diese sind jedoch mit Ausnahme einiger weniger Quadratmeter von Teppichen bedeckt. Die sichtbaren Fliesen dürfen von Besuchern nicht betreten werden. Die Silberpagode wird auch Wat Preah Keo Morokat (Pagode des Smaragd-Buddhas) genannt, analog zum Wat Pra Kaeo in Bangkok, der ein Pendant des Smaragd-Buddhas beherbergt. In der Silberpagode befinden sich zudem zahlreiche Kunstschätze, Buddha-Statuen und –Bildnisse, draußen auf der Rückseite steht ein sehenswertes Modell von Angkor Wat.

Der Eingang zum Royal Palace liegt an der Straße 240 Ecke Sothearos Boulevard. Die Besuchszeiten sind knapp. Einlass ist täglich von 8 bis 11 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 6,50 US Dollar pro Person. Im Thronsaal und in der Silberpagode ist Fotografieren verboten. Bei Empfängen und anderen offiziellen Anlässen bleibt der Thronsaal für Besucher geschlossen.

Wat Phnom

Wat Phnom, Phnom Penh

Wat Phnom

Phnom Penhs Gründungsgeschichte geht zurück auf den Wat Phnom, der der Stadt ihren Namen gab. Der Legende nach soll im Jahr 1372 eine Frau namens Penh einen Koki Baum aus dem Fluss gefischt haben. Darin fand sie vier Buddha-Statuen. Ihnen zu Ehren baute sie einen Hügel (Phnom) und einen kleinen Tempel. Später nannte man die Umgebung des Tempels "Phnom (nach dem Hügel) Penh (nach seiner Gründerin)".

In der Tat liegt Wat Phnom auf einem 27 Meter hohen Hügel. Er befindet sich im Nordosten von Phnom Penh, nur wenige hundert Meter vom Sisowath Quay entfernt. Man erreicht den Tempel über eine von Nagas (mythische Schlangen) flankierte Treppe. Sehenswert sind der sitzende Buddha und die farbenfrohen Wand- und Deckenmalereien mit Abbildungen aus dem Leben Buddhas. Eintritt für den Tempel (nur für Touristen): 1 US Dollar.

Wat Phnom und der mit Rasenflächen und Blumenbeeten angelegte Hügel erfreuen sich insbesondere an den Wochenenden und Feiertagen auch bei Einheimischen großer Beliebtheit. Gefragt sind zudem die zahlreichen Vogelverkäufer auf dem Hügel. Wer einen Vogel kauft und fliegen lässt, so glaubt man, hat beste Chancen auf einen erfolgreichen Start ins nächste Leben. Allerdings fliegen die Vögel nach einem kurzen Rundflug wieder brav in ihre Käfige zurück.

Unabhängigkeitsdenkmal (Independence Monument)

Das im November 1962 eingeweihte Unabhängigkeitsdenkmal in Phnom Penh steht auf einem Platz (Kreisverkehr) zwischen Norodom, Sihanouk und Suramarit Bouleveard unweit des Königspalastes. Entworfen wurde der Turm mit einem mehrstufigen und mit Nagas (mythische Schlangen) verziertem Dach von dem kambodschanischen Architekten Vann Molyvann. Das Denkmal ähnelt den Tempeltürmen Angkors.

Das Independence Monument erinnert an die Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1953 und ist zugleich Ehrenmal für die Kriegsgefallenen. Rund um das Unabhängigkeitsdenkmal wird alljährlich am 9. November der Independence Day gefeiert.

Einkaufen in Phnom Penh: Central Market (Phsar Thmey)

Central Market | Phsar Thmey, Phnom Penh

Central Market (Phsar Thmey) in Phnom Penh

Inmitten des trubeligen Einkaufsviertels von Phnom Penh zwischen den Straßen 63, 51 und 130 leuchtet schon von weitem die pastellgelbe Kuppel des Central Market. Auf den Straßen rund um den kreuzförmigen Art-Déco-Bau aus den 1930er-Jahren werden unter Planen Obst und Gemüse sowie Kleidungsstücke verkauft. Drinnen gibt es eine Reihe von Ständen mit Edelsteinen und Edelsteinschmuck, Souvenirs, Kunsthandwerk, Seidenprodukten, Bekleidung und Lebensmitteln. Rund um den Central Market befinden sich zahlreiche chinesische Juweliergeschäfte.

Sorya Einkaufszentrum

Unweit des Central Market (zwei Minuten Fußweg) lockt eines der wenigen Shoppingzentren in Phnom Penh. Das "Sorya" bietet zahlreiche Geschäfte mit Schuhen, Billig-Uhren, -Sonnenbrillen und –Schmuck, Bekleidung, Handys, Sport- und Drogerieartikel, einen gut sortierten Supermarkt mit Lebensmitteln und im obersten Stockwerk ein Kino mit mehreren Sälen (Eintritt: Erwachsene 5 US Dollar mit nummerierten Plätzen), eine Inline-Skater-Bahn sowie eine Spielewelt mit Go Karts für Kinder.

Bootstouren (River Cruises)

Ein weiteres touristisches Highlight in Phnom Penh sind die Bootstouren den Tonle Sap River hinauf zum Mekong. Vom Boot aus ist die Kulisse der Stadt mit dem trubeligen Sisowath Quay und dem Königsplast zu sehen. Empfehlenswert sind die ein- bis zweistündigen Sunset-Touren (Start zwischen 16 und 17 Uhr). Die Fahrten können in den meisten Hotels und Reisebüros gebucht werden. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Passagiere und kostet pro Stunde und Person zwischen 10 und 15 US Dollar.

Verkehrsmittel und Fortbewegung in Phnom Penh

Phnom Penh ist flächenmäßig überschaubar. Innerhalb einer halben Stunde ist die Stadt mit dem Taxi oder Tuk-Tuk einmal durchquert. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Phnom Penh liegen nah beieinander.

Tuk Tuk, Phnom Penh

Transportmittel Nummer 1: Tuk-Tuk in Phnom Penh

Beliebtestes Verkehrsmittel in Phnom Penh ist das Tuk-Tuk. Tuk-Tuks findet man vor den meisten Hotels *, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, in Einkaufsstraßen oder nahe den Märkten. Je nach Anzahl der Fahrgäste kosten Kurzstrecken innerhalb der Stadt zwischen 1 und 2 US Dollar, ein ganzer Tag kostet 12 bis 15 US Dollar. Die Preise sollten unbedingt vor der Abfahrt ausgehandelt werden, bezahlt wird erst am Schluss.

Preiswerter als Tuk-Tuks sind Motocycle Taxis (Motos). Diese findet man auch in den Randbezirken von Phnom Penh. Preise für Kurzstrecken liegen bei 2000 bis 4000 Riel (0,36 bis 0.73 Euro), für einen ganzen Tag bei 8 bis 12 US Dollar. Ähnlich sind die Preise für die so genannten Cyclos. Die Fahrradrikschas wurden 1937 in Phnom Penh eingeführt, verschwinden jedoch zunehmend aus dem Stadtverkehr.

Neben Tuk-Tuks, Motos und Cyclos verkehren auch Taxen in Phnom Penh. Kurzstrecken durch die Stadt kosten rund 5 US Dollar, ein ganzer Tag kostet je nach Anzahl der Personen zwischen 25 und 35 US Dollar. Taxen können auf der Straße angehalten oder über Hotels reserviert werden. Taxen mit Taximeter sind in Phnom Penh rar, die Preise werden in der Regel pauschal veranschlagt. Busse und Bahnen gibt es in Kambodschas Hauptstadt nicht.

In Phnom Penh ist es Touristen erlaubt, Motorräder, Mopeds und Mofas zu mieten. Je nach Kubik liegen die Preise zwischen 4 und 15 US Dollar am Tag. Die Fahrerin/der Fahrer muss im Besitz eines gültigen internationalen Führerscheins sein. Achtung: In Kambodscha besteht Helmpflicht.

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mit Gudrun Brandenburg

  • Gudrun
  • Hi, ich bin Gudrun, Redakteurin, Anfang 50, lebe in Berlin, liebe Südostasien und schreibe für dich klick-kambodscha.de. In meinem Online-Reiseführer erfährst du alles, was du für deinen Kambodscha-Urlaub wissen musst. Ich wünsche dir eine tolle Reise! Schön, dass du hier bist!