Angkor – Tempel, Könige und Geschichte

Angkors Geschichte: Könige und Tempel

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Angkor ist eine Region nahe der kambodschanischen Stadt Siem Reap und bildete vom frühen 9. Jahrhundert an den Mittelpunkt des Khmer Königreiches Kambuja (Kambodscha, engl. Cambodia). Berühmt ist Angkor vor allem für seine Tempel, die alljährlich Millionen Touristen nach Kambodscha locken. Mehr als 1000 größere und kleinere Tempel sowie Heiligtümer wurden bisher in Angkor entdeckt. Die berühmteste und größte Tempelanlage ist Angkor Wat.

Seit 1992 stehen sämtliche Ruinen Angkors auf der Welterbeliste der UNESCO. Die meisten Tempel sind stark verfallen und werden etappenweise restauriert. Ein Vorhaben, das voraussichtlich noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.

Die Tempel von Angkor wurden im Laufe mehrerer Jahrhunderte von unterschiedlichen Khmer-Königen errichtet, zum Teil als Staatstempel in wechselnden Hauptstädten. Die Könige waren größtenteils Anhänger des Hinduismus, die Erbauung von Tempeln gehörte zu ihren wichtigsten Aufgaben. Jeder Tempel galt als Palast desjenigen Gottes, dem er geweiht war, zumeist Shiva. Nach damaligem Glauben verschmolz der König nach seinem Tod mit Gott. Aus diesem Grund ließen die nachfolgenden Könige die Tempel ihrer Vorgänger meist unangetastet und errichteten ihre eigenen.

Das Reich der Khmer

Die Geschichte Angkors ist mangels schriftlicher Aufzeichnungen nur teilweise überliefert. Außer Säulen-Inschriften, Chroniken und archäologischen Erkenntnissen gibt es so gut wie keine Quellen. Hier eine kurze Zusammenfassung der bekannten wichtigen geschichtlichen Ereignisse:

Gründer des Khmer Reiches war zu Beginn des 9. Jahrhunderts Jayavarman II., der von ca. 802 bis 850 regierte. Auf dem Berg Phnom Kulen nahe dem heutigen Siem Reap rief er einst das vereinte und unabhängige Khmer Reich aus. Anschließend verlegte er die neue Hauptstadt des Reiches nach Roluos. Indravarman I. (regierte von 877 bis 889) vergrößerte das Königreich und ließ unter anderem den Bakong Tempel errichten. Sein Sohn, Yasovarman I., der bis 910 das Reich regierte, gründete die Stadt Yasodharapura mit einem Haupttempel auf dem Phnom Bakheng. Darüber hinaus ließ er mit dem östlichen Baray ein riesiges Wasserreservoir anlegen.

Unter Jayavarman IV. (seine Regierungszeit begann 928) wurde Koh Ker (100 Kilometer nordöstlich von Angkor) Hauptstadt des Khmer-Reiches. Rajendravarman II. (regierte 944 bis 968) ließ die Hauptstadt dann wieder nach Yasodharapura verlegen und errichtete unter anderem den östlichen Mebon Tempel. Sein Sohn Jayavarman V. setzte während seiner Regierungszeit bis zum Jahr 1001 die Bautätigkeiten seines Vaters fort.

Suryavarman I. (1002 bis 1049) gelang es, das Khmer Reich bis nach Thailand zu erweitern. Unter seiner Herrschaft entstand mit dem westlichen Baray ein weiteres großes Wasserreservoir, das der Landwirtschaft zugute kam. Dreimal jährlich konnte nun Reis geerntet werden. Sein Nachfolger, Suryavarman II., der 1150 den Thron bestieg, schuf den berühmtesten und größten Tempel Angkors: Angkor Wat.

1177 eskalierten die Unruhen und Kämpfe der vergangenen Jahrzehnte. Die Cham (Bewohner des Königreiches Champa) eroberten Kambuja. Einige Jahre später gelang es Jayavarman VII. (regierte ab 1181), die Hauptstadt Yasodharapura von den Cham zurückzuerobern und 1203 das Königreich Champa zu besiegen. Unter Jayavarman VII. entstanden die neue Hauptstadt Angkor Thom mit dem Bayon als Staatstempel, ferner der Ta Prohm und der Banteay Kdei Tempel.

Nach Jayavarman VII. begann das Reich der Khmer zu bröckeln. Im Westen gründeten die Thai das Königreich Sukhothai und drängten die Khmer immer weiter zurück.

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